Seligman Europe - Positive Psychology

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Report und Photos - Second World Congress on Positive Psychology

Die Zukunft heißt PERMA und Vernetzung

Erster Bericht vom 2. Kongress der International Association of Positive Psychology (IPPA) in Philadelphia vom 23. Bis 25. Juli 2011

Über 1200 TeilnehmerInnen aus über 60 Ländern, 15 eingeladene ReferentInnen, 27 Workshops und 26 Symposien: Allein die statistische Bilanz des 2. Weltkongresses für Positive Psychologie kann sich sehen lassen.

Inhaltlich faszinierten vor allen zwei Tatsachen. Zum ersten die gelungene Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und praktischer Anwendung zum zweiten durch den Dialog mit anderen wissenschaftlichen Konzepten und Denkgebäuden

Bei der Eröffnung definierten  drei Gründervater der Positiven Psychologie den aktuellen Stand und die Aufgaben für die Zukunft.

Ed Diener  belegte eindrucksvoll den Nutzen subjektiven Wohlbefindens und damit Positiv psychologischer Forschung  für seelische und geistige Gesundheit und hob zwei Wichtige Faktoren zur Steigerung von Wohlbefinden hervor: Sinngebung und Zielgerichtetheit.

Chris  Peterson forderte auf jetzt nicht stehen zu bleiben. Die Positive Psychologie müsse sich nach innen (neurobiologisch), nach außen (interkulturell), vorwärts und rückwärts (entwicklungspsychologisch), dazwischen (individuell) und darunter (sozial)  kühn und selbstlos weiterentwickeln. Neue Interventionen seien zu entwickeln und die Kooperation mit anderen.

Martin Seligman skizzierte seine neue Theorie des Wohlbefindens, die es weiter systematisch zu erforschen gelte. Positive Emotionen, Engagement, Relation (Beziehung), Meaning (Sinngebung) und Accomplishment (Zielstrebigkeit) seien die Grundpfeiler von Wohlbefinden. Dies sei lehr- und erlernbar. Die Zeit sei reif anzustreben, dass für 51% der Weltbevölkerung im Jahr 2051 PERMA möglich sei. Seligman setzt dabei auch auf das Nutzen von graßen sozialen Netzwerken wie Google und Facebook.

Der erste Beitrag von außen kam dann von Edward Dec idem Begründer der Selbstbestimmungstheorie (Self Determination Theory SDT). Die entscheidende Motivation komme von innen. Die Bedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und Bezogeheit brächten den Menschen viel eher und nachhaltiger zum Handeln als externe Motivatoren wie etwa Druck und und auch Geld. Die Positive Psychologie liege hier genau richtig müsse aber den Menschen noch mehr als aktives Wesen sehen. Außerdem beachte es die vermehrte Beachtung des Negativen um das Positive exakter erkennen zu können.

Mihaly Csikszentmihalyi, der Begründer von Flow und sein Sohn, der Professor für Kulturantrhopologie Mark Csikszentmihalyi führten einen begeisternden Dialog über Glück in Zeit und Raum zwischen Osten und Westen.  Das Nutzen von “Einsamkeit” sei etwas was der Westen vom Osten lernen könne.

Barbara Fredrickson die Begründerin der Broaden und Build Theory of Emotion stellte ihr neuestes Forschungsgebiet vor: die Liebe.  Liebe definiert sie als eine interpersonelle und soziale Erfahrung einer oder mehrerer positive Emotionen, die durch vermehrte Investition in das Wohlergehen des/der anderen, biobehaviorale Verhaltenssyncronizität und vermehrte Verhaltenstendenzen zum wechselseitigen Austausch gekennzeichnet ist. Über oder lang führt dies zu körperlichen Rapport, sozialer Bindung und Hingabe.  Liebe ist Positive Resonanz. Diese positive Resonanz wirke sich noch positiver auf Wohlbefinden als nur emotional positives Erleben.

Robert Vallerand, der neue IPPA Präsident ergänzte dies mit seinen Forschungsergebnissen zu Mitgefühl.

Antonella Delle Fave die scheidende Präsidentin brachte in ihrem Bericht beindruckende Zahlen zur Entwicklung der Assozaition und zur Entwicklung einen gemeinsamen Verständnisses von Wellbeeing. Die definitorische Unklarheit darüber was jetzt Glück oder Zufriedenheit ist  scheint mit dem Wellbeeingbegriff ansatzweise überwunden.

Richard Davidon brachte mit seinen Ergebnissen abschließend ein, wie Meditation und Achtsamkeit Gehirnstrukturen verändern, was von enormer Bedeutung für verantwortungsvolle Positive Psychologische Praxis  sein kann.

In den Workshops und Symposien wurde immer wieder betont, dass  die Positive Psychologie sich nicht als eine Neue Psychologie schlecht hin versteht und auch nicht als neuer klinischer Ansatz. Sie sieht sich als wichtige eigenständige Strömung innerhalb der wissenschaftlichen und angewandten Psychologie, deren vorrangiges Ziel es ist einen Beitrag zum Wohlergehen des Einzelnen, sozialer Gemeinschaften, letztendlich der Menschheit zu leisten. Dies nicht im Gegensatz zu bisherigen Erkenntnissen der Psychologie sondern in sinnvoller Ergänzung und vermehrt durchaus unter Berücksichtigung der Rolle des sogenannten “Negativen”. Hier ist ein spanneder Prozess am laufen.

Die TeilnehmerInnen konnten aus Workshops und Symposien so eine Vielzahl an sehr praktischen Anregungen mitnehmen, insbesondere auf dem Gebiet der Erziehung, der Organisation (unter anderem Positive Leadership), der Beratung  (Coaching), der gesundheit und des Sports. Die wichtigsten Ergebnisse werden in absehbarer Zeit auf der IPPA Homepage www.ippanetwork.org veröffentlicht worden. Auf www.seligmaneurope.com können Sie eine Fotogalerie vom Kongress auch zum downloaden finden. Demnächst werden auf Sie hier auch eine Edition Positive Editionen finden.

Viel Spaß und Erfolg mit Positiver Psychologie wünscht Ihnen

Philip Streit, Österreichisches Mitglied des IPPA Board of Directors und Koordinator Seligman Europe

As promised, the photodocumentation of the Second World Congress on Positive Psychology.

We hope you enjoy it.

All the best Dr. Philip Streit and the Seligman Europe Team

You may download all pictures at once as zip file. 

 


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