PERMA heißt die Zukunft der Positiven Psychologie
450 Personen waren beim ersten Symposium Positive Psychologie in Zürich dabei. Das Audimax war zum Bersten voll mit am Thema Interessierten aus allen Berufsgruppen. Den Auftakt machte Prof. Dr. Willibald Ruch mit einer Übersicht seiner Forschungsarbeit. Die Internetplattform www.charakterstaerken.org ist mittlerweile unentbehrlich für jeden Praktiker/jede Praktikerin und nicht nur für an Positiver Psychologie Interessierten. Dr. René Proyer präsentierte seine Untersuchung, die sich damit beschäftigt, welche Stärken bei wem und wie am Besten nutzbar sind.
Danach zeigten OSR Ernst Fritz Schubert und Dr. Philip Streit theoretisch und praktisch auf, wozu und wie Glück in der Schule erlernbar ist. Dr. Fred Berger zeigte auf, wie „Glücklich-Sein“ in der Schweiz funktioniert, wobei die Bedeutung von positiven Beziehungen betont wurde. Dr. Maja Storch stellte den Strudelwurm vor und führte in die Geheimnisse positiver Motivation ein. Ein Highlight!
Dann kam Prof. Dr. Seligman und stellte seine alte Glückstheorie auf den Kopf. Nicht mehr Lebenszufriedenheit ist das Ziel sondern Wohlbefinden! Wohlbefinden hat 5 Säulen: PERMA: Positive Emotionen, Engagement, Positive Beziehungen, Sinn & Bedeutung und Zielerreichung, in Englisch: Positive Emotions, Engagement, Relations, Meaning, Accomplishment.
Seligman berichtete über den Einsatz von Positiver Psychologie in amerikanischen Schulen und in der Therapie. Offen sprach er über die Rolle Positiver Psychologie in der US Army. Spannend waren seine Berichte über die Truppenausbildung in der Armee. Die Positive Psychologie innerhalb der Armee dient keinesfalls dazu Psychokrieger zu formen, sondern vielmehr psychisch stabile Frauen und Männer aus der Ausbildung hervorzubringen. Frauen und Männer die sozial kompetent und engagiert sind und dann auch im Zivilleben bestehen. Hierbei gab es einiges an Diskussionsmaterial, das Prof. Dr. Seligman geduldig mit den Teilnehmenden durchging. Da Prof. Dr. Seligman in den vier Stunden soviel wie möglich über seine neuen Ansätze präsentieren wollte, wurde auf seinen Wunsch hin die Übersetzung ins Deutsche kurzzeitig ausgesetzt. Doch das couragierte Publikum forderte diese wieder ein und bekam sie auch. Positives Konfliktmanagement live!
Man darf auf das Heidelberger Symposium nächsten Samstag gespannt sein. Prof. Michael Eid wird über Positive Psychologie an den Universitäten und Hochschulen berichten, Prof. Michael Frese wird eine Positive Psychologie der Arbeit präsentieren. Heiko Ernst stellt die Frage nach der „Glücksfalle“. Philip Streit wird die wichtigsten Positiven Interventionen praktisch vorstellen, Ernst Fritz Schubert Glück als Grundlage pädagogischen und gesellschaftlichen Handelns untersuchen. Gunther Schmidt zeigt, was der hypnosystemische Begriff der Kompetenz und des Flows miteinander zu tun haben.
Ein besonderes Highlight verspricht die abschließende Podiumsdiskussion aller Referenten zum Thema „Zukunft des Glücks“ zu werden. Kommen und Wiederkommen könnte sich auszahlen! Noch sind einige wenige Restplätze für das 2. Symposium Positive Psychologie in Heidelberg vorhanden!






